Pädagogisches Gesamtkonzept

Pädagogisches Gesamtkonzept des offenen Ganztags an der Weingartenschule am See

Der offene Ganztag der Weingartenschule am See organisiert das pädagogische Konzept mit direktem Bezug zum vorhandenen Schulprogramm, in enger Zusammenarbeit mit der Weingartenschule am See und unserem Träger, dem Caritasverband Dortmund e.V.

Die Schülerinnen und Schüler stehen im Mittelpunkt unseres pädagogischen Handelns, wie es in der Satzung des Schulprogramms der Weingartenschule am See beschrieben wird.

„Hilf mir es selbst zu tun.

Zeig mir wie es geht.

Tu es nicht für mich.

Ich kann und will es alleine tun.

Hab Geduld meine Wege zu begreifen.

Sie sind vielleicht länger, vielleicht brauche ich mehr Zeit, weil ich mehrere Versuche machen will.

Mute mir auch Fehler zu, denn aus Ihnen kann ich lernen!“

(Maria Montessori)

Im Vordergrund steht hier, die Kinder aktiv am Lernprozess teilhaben zu lassen, in dem wir Dinge für sie begreiflich machen. Dies erreichen wir, indem wir ihnen Möglichkeiten geben, sich selbst ausprobieren und erfahren zu können, während wir, als Erzieher uns in den Hintergrund stellen, das Geschehen eher passiv erleben und den Kindern lernfördernde Umgebungen schaffen, die sich beispielsweise in der Raumgestaltung widerspiegeln. Nach Montessori ist es wichtig, eine „vorbereitete Umgebung“ zu schaffen, die sich an den Bedürfnissen der Kinder orientiert. So sind zum Beispiel Regale beschriftet und Gegenstände auf Augenhöhe der Kinder aufgebaut, um ihnen eigenständige Handlungen zu ermöglichen. Des Weiteren werden Einrichtungsgegenstände, wie beispielsweise Stühle und Tische in unserer Einrichtung auf die Körpergrößen der Kinder abgestimmt, um ihnen einen bestmöglichen Überblick und eine gute Orientierung zu verschaffen. Reizüberflutungen werden vermieden. Unsere Einrichtung hat zudem Einflüsse der Reggio Pädagogik zu verzeichnen. Der Grundgedanke eben dieses Konzeptes spiegelt sich in den folgenden Worten wieder:

„Das Kind besteht aus Hundert.

Hat hundert Sprachen.

Hundert Hände.

Hundert Gedanken.

Hundert Weisen zu denken, zu spielen und zu sprechen.“

(Malaguzzi, 2002, 28-31.)

So versuchen wir, unsere Kinder dazu zu animieren, sich auf vielfältige Art und Weise auszudrücken, was sowohl mit den Händen, in Form von künstlerischer Gestaltung, als auch mit der Stimme oder im freien Spiel möglich ist, um sie in ihrem natürlichen Forscherdrang zu unterstützen. Dies erreichen wir durch zahlreiche Spiel-, sowie Mal- und Bastelangebote, welche die Förderung der Kreativität im Fokus haben. Auch spielt die Gestaltung unserer Gruppenräume eine große Rolle, da diese, wie es in der Reggio Pädagogik beschrieben wird, als „Dritter Erzieher“ angesehen werden. Unsere Räumlichkeiten sind individuell und vor allem bunt gestaltet und bieten den Kindern sowohl Rückzugsmöglichkeiten, als auch neue Ideen, um sich auszuleben.

Ziel der OGS ist es, unter Einbeziehung des sozialen und kulturellen Umfeldes der Schule die Persönlichkeitsentwicklung des einzelnen Kindes zu fördern.

Mittel zu dieser Förderung sind ein strukturierter Tagesablauf, ein warmes Mittagessen, Unterstützung bei den Hausaufgaben, Heranführung an Freizeitaktivitäten und soziales Lernen.

Grundlagen des sozialen Miteinanders am Nachmittag bildet wie am Vormittag das Friedenskonzept der Schule.

In diesem Sinne ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Lehrerkollegium, OGS-Team und Eltern unabdingbar für eine erfolgreiche Arbeit in der OGS.

 

Pädagogisches Gesamtkonzept der offenen Ganztagsschule (OGS)

1. Lage/Umgebung der Schule

Der Stadtteil Hörde liegt im Stadtbezirk Dortmund Innenstadt Ost und grenzt an die Stadtteile Aplerbeck, Schüren, Benninghofen und Wellinghofen.

Die Weingartenschule mit ihrem wunderschönen alten Schulgebäude liegt genau gegenüber dem Phönixsee. Im Zuge der Entwicklung des Phönixsees entstanden nach und nach rund um den See Einfamilien-Häuser, Bürogebäude, Gastronomie und ein Ärzte-Zentrum. Um den Phönixsee herum liegen vier Spielplätze, die fußläufig in wenigen Minuten zu erreichen sind, außerdem ist die Stadtteilbibliothek ebenso fußläufig in kürzester Zeit zu erreichen. Direkt vor der Weingartenschule ist die Haltestelle der Linie 456 und in ca. 500 m Entfernung befindet sich die Haltestelle der U409.

 

2. Träger

Die offene Ganztagsschule organisiert das pädagogische Konzept mit direktem Bezug zum Schulprogramm und in enger Zusammenarbeit mit der Weingartenschule am See. Als Träger steht der Caritasverband Dortmund e.V. zu Verfügung.

 

2. Personal

Festangestellte im Schuljahr 2018/19

Name                                    Funktion /Arbeitsauftrag

Sabine Wiezorrek                  Koordinatorin/Gruppenleitung der 1. Klassen

Katharina Reiff                      Stellvertr. Koordinatorin/Gruppenleitung der 4. Klassen

Claudia Schröder                   Gruppenleitung der 3. Klassen

Monique Wrobel                    Gruppenleitung der 2. Klassen

Sabine Danelzyk-Fröhlich   Gruppenleitung der  2. Klassen

Nathalie Schober                    studentische Fachkraft/Unterstützung der 1. Klassen

Morten Formeseyn                studentische Fachkraft/Unterstützung aller Gruppen

Katharina Nikula                   Leitung der Küche

Irina Nozdrina                        Unterstützung in der Hauswirtschaft und der Gruppen

Frau Jenks-Godden               Honorarkraft

Natürlich zählen auch weiterhin Schulbegleiter/innen und Praktikanten/innen zu unserem Team.

Im Sinne eines harmonischen Arbeitens und eines gut funktionierenden Teams werden alle Mitarbeiter/innen der OGS, sofern dies möglich ist, entsprechend ihrer Vorqualifikation, ihrer Kompetenzen und persönlicher Stärken in verschiedenen Arbeitsbereichen eingesetzt. Der regelmäßige, offene und kollegiale Austausch und der menschliche, professionelle Umgang miteinander wirken sich positiv auf die Arbeit mit Kindern und Eltern aus. Das gesamte Team der OGS, das Lehrerkollegium und alle weiteren Mitarbeiter verfolgen das gemeinsame Ziel:

Die uns anvertrauten Kinder auf ihrem Entwicklungsweg möglichst lebensnah und engagiert zu fördern und zu begleiten.

 

4. Aufgaben des Teams

– gemeinsames Tragen der Verantwortung für alle Kinder, trotz Gruppenbildung

– offener Austausch und regelmäßige Reflexion durch wöchentliche Teamsitzungen

– pädagogische Konzepttage und Teilnahme an Konferenzen

– kollegiale Unterstützung und Beratung

– freundliches und fürsorgliches, aber trotzdem professionelles Arbeiten (Planung und Durchführung von Projekten, AGs, Spielangebote im Innen- und Außenbereich)

– Flexibilität und Kompromissbereitschaft hinsichtlich neuer Ideen und Veränderungen

– Gemeinsame Aktivitäten des gesamten Personals (Ausflüge, Fortbildungen, Schulfeste etc.)

 

5. Betreuungsvereinbarung

Die Teilnahme an der OGS ist freiwillig aber bindend für ein Schuljahr, immer vom 01.08. bis zum 31.07. eines Jahres. Danach verlängert sich der Vertrag jeweils um ein Schuljahr, wenn der Platz nicht spätestens zwei Monate vor Ablauf zum 31. Mai schriftlich von einer der Vertragsparteien gekündigt wird. Eine Kündigung im laufenden Schuljahr ist nur in Ausnahmefällen (Kind ist wegen massiven Fehlverhalten nicht betreuungsfähig) und nur von Seiten der OGS aus, möglich! Wir behalten uns außerdem das Recht vor, Plätze fristgemäß zu kündigen, wenn die Inanspruchnahme des OGS-Platzes nicht mehr den Vergabekriterien der Weingartenschule am See entspricht. Die Schulkonferenz hat folgende Kriterien für die Weingartenschule beschlossen:

  1.          Eltern sind beide berufstätig (auch Studium, Ausbildung)
  2.          Alleinerziehender, berufstätiger Elternteil (auch Studium, Ausbildung)
  3.          Geschwisterkinder
  4.          sozialpädagogische Gründe

Die Kosten für einen OGS-Platz werden, in Abhängigkeit vom Elterneinkommen der Familien, direkt vom Jugendamt berechnet und in Rechnung gestellt. Eine entsprechende Tabelle über die Kosten wird allen Eltern bei der Anmeldung ausgehändigt.

 

6. Räumlichkeiten

Nach unserem Umzug in den Sommerferien 2014 steht der OGS nun die gesamte 3. Etage zur Verfügung mit vier Gruppenräumen, einem Computerraum und seit Februar 2016 ein Kicker Raum, der von unserer Auszubildenden im Rahmen ihres Abschlussprojekts mit den Kindern, gestaltet wurde, zu Verfügung. Zusätzlich eine Küche mit angrenzenden Speiseraum, eine Bibliothek, eine Turnhalle, ein Mehrzweckraum und die Klassenräume für die Hausaufgabenbetreuung. Bis 16:00 Uhr darf auch der Schulhof ausschließlich von den OGS-Kindern genutzt werden.

 

7. Öffnungszeiten/Tagesablauf

7:00 Uhr – 8:45 Uhr           Früh-OGS

11:30 Uhr – 12:00 Uhr       Freispiel

12:00 Uhr – 14:00 Uhr      Mittagstisch (je nach Stundenplan)

12:00 Uhr – 14:30 Uhr      Hausaufgabenbetreuung (je nach Stundenplan)

14:30 Uhr                              Nachmittagssnack/Kinderbesprechung oder Vorlesezeit

15:00 Uhr                              erste Abholzeit

14:45 Uhr – 16:00 Uhr      AG Angebote/Freispiel

16:00 Uhr                              Ende der Betreuungszeit

 

7.1 Früh-OGS

Eltern, die auf Grund ihrer Arbeitszeiten bereits morgens auf die OGS angewiesen sind, müssen dafür Sorge tragen, dass ihr Kind pünktlich um 7:30 Uhr oder um 8:00 Uhr in der OGS anwesend sind. Die Türen bleiben zu allen anderen Zeiten aus Sicherheitsgründen verschlossen. Die Anmeldung zur Früh-OGS ist verbindlich, kann aber jederzeit geändert werden. Die Früh-OGS findet in den Räumen der OGS statt.

 

7.2 Essen

Eine abwechslungsreiche ausgewogene Ernährung fördert nicht nur das Wohlempfinden und steigert die Leistungsfähigkeit der Kinder, das gemeinsame miteinander beim Essen ist auch eine wichtige Pause nach dem Unterricht. Unsere Kinder erhalten täglich eine frisch zubereitete Mittagsmahlzeit, natürlich Rohkost, Getränke (Wasser) in ausreichender Menge und regelmäßig Nachtisch. Wir verfügen über einen Wasserspender im Speisesaal und einen Wasserspender in den OGS Räumen, somit können die Kinder jederzeit mit Getränken versorgt werden. Wir beziehen unsere Speisen von den Firmen „Hofmann- Menü“ und „Apetito“, die auf eine kindgerechte Ernährung spezialisiert sind und keine Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe und künstliche Farbstoffe verwenden. Obst und Gemüse für unsere Snacks oder den frischen Salat beziehen wir von der Firma „Grünkäppchen“, die ausschließlich Bio-Produkte vertreibt.

Der Caritasverband Dortmund e.V., als Träger unserer OGS, setzt beim Essenskonzept seit 2009 in Kooperation mit dem FKE (Forschungsinstitut für Kinderernährung) auf die optimale Mischkost (kurz optimiX) ein. Aufgrund der unterschiedlichen Essensanbieter können wir den Kindern durch die Flexibilität viel Abwechslung in der Verpflegung bieten. Da viele Kinder mit unterschiedlichem religiösem Hintergrund am warmen Mittagstisch teilnehmen, verzichten wir grundsätzlich auf Verzehr von Schweinefleisch.

 

7.3 Essensbeiträge und Kontoverbindung

Die Essensbeiträge sind per Dauerauftrag monatlich auf folgendes Konto zu entrichten:

Kontoinhaber: Caritasverband Dortmund e.V.

Bank: Sparkasse Dortmund

IBAN: DE30 4405 0199 0001 2080 12

BIC: DORTDE33XXX

Verwendungszweck: Essensgeld OGS Weingartenschule am See; Name des Kindes

Beim Essensgeldbeitrag sind die Ferien bereits anteilig abgezogen, der Dauerauftrag läuft somit über 12 Monate durch (ein Schuljahr vom 01.08. bis 31.07.) Bei Beendigung des Betreuungsvertrages haben die Eltern den Dauerauftrag zu kündigen.

 

7.5 AGs

In den ersten Wochen eines Schuljahres bekommen die Kinder (meist bis zu den Herbstferien) die Möglichkeit in allen angebotenen AGs zu „schnuppern“, um herausfinden zu können, welche AG am ehesten ihren Neigungen und Fähigkeiten entsprechen. Nach dieser Schnupperphase dürfen sie sich für verschiedene AGS anmelden (maximal 2), die Teilnahme ist dann verpflichtend, in der Regel für ein Schulhalbjahr. Die AGs werden von OGS-Mitarbeitern, Honorarkräften und freien Mitarbeitern geleitet. Wenn die Kinder die AGs gewählt haben, bekommen die Eltern die Information, welche AGs ihr Kind gewählt hat. Hintergrund ist, dass Eltern dieses in Bezug auf Abholzeiten und außerschulische Termine berücksichtigen und Kinder nicht während einer AG abholen. Die Kinder freuen sich auf die AG und wir möchten ihnen auch hier durch die Regelmäßigkeit eine Struktur geben, die ihnen Sicherheit und Vertrauen gibt. Wir fertigen Listen liegen in den Gruppen aus und hängen zusätzlich im Flur aus.

Für das Schuljahr 2018/19 haben wir folgende neue AGs geplant:

– Lese-Projekte

– mit Sprache spielen

– Sport und Spiel

– fit4future

Wir freuen uns sehr, dass wir bei dem Präventionsprogramm der DAK mitmachen können und werden die zur Verfügung gestellten Spiel- und Bewegungsmaterialien im Nachmittagsbereich mit unseren Kindern nutzen. Gleichzeitig werden wir mit den Eltern gesunde Ernährung an Elternabenden besprechen und ausprobieren.

– Kunstprojekte

– Tanz zu lateinamerikanischer Musik

– Yoga

– Psychomotorik

– Handarbeiten

– Inliner

– moderne Tänze

– Segeln (ab dem Frühjahr)

Ab Februar 2017 dürfen wir, als erste Grundschule in Dortmund, auf dem Phoenixsee segeln. Herr Jörg Handwerker vom Adriatic Sailing Team wird ab Februar 2017 zuerst einige Theoriestunden durchführen, damit sie alle wichtigen theoretischen Voraussetzungen erlangen, denn ab April werden sie dann auf dem See wirklich segeln lernen. Am Ende dieses Kurses werden die Kinder natürlich eine Prüfung ablegen und somit den Jüngsten- Segelschein erwerben. Mitmachen können maximal 10 Kinder, vorausgesetzt, sie haben das Schwimmabzeichen in Bronze.

 

7.6 Abholzeiten

Laut Landeserlass von NRW zur offenen Ganztagsschule ist die Teilnahme in der Regel an fünf Tagen verbindlich und auch die Abholzeiten richten sich nach diesem Erlass. Diese sind 15:00 Uhr oder 16:00 Uhr. Wenn Kinder aus wichtigen Gründen zu anderen Zeiten die OGS verlassen müssen (z.B. Arztbesuch), so benötigen wir eine schriftliche Entschuldigung der Eltern, es sei denn die Eltern holen ihr Kind persönlich ab. Erfahrungsgemäß sind Erstklässler nicht immer in der Lage, die OGS bis 15:00 Uhr oder 16:00 Uhr zu besuchen. Daher können die Erstklässler in den ersten Wochen (in der Regel bis zu den Herbstferien) in Absprache mit uns, früher abgeholt werden.

 

8. Ferien

In Kooperation mit den umliegenden Schulen bieten wir berufstätigen Eltern die Möglichkeit, ihr Kind für ein buntes Ferienprogramm anzumelden. Die Eltern erhalten frühzeitig schriftlich Bescheid über die Ferientermine und Anmeldefristen.

Die Betreuung während der Ferien findet aus organisatorischen Gründen und in Absprache mit Schule und Träger erst ab zehn verbindlich angemeldeter Kinder statt. Die Kinder können dann Von 8:00 bis 15:00 Uhr an den verschiedenen Aktivitäten und Ausflügen teilnehmen. Die Ferientage beginnen wir mit einem gemeinsamen Frühstück, für das die Eltern für ihr Kind selbst sorgen.  Die Kosten für Ausflüge und Aktivitäten betragen 3 Euro.

 

8.1 Bewegliche Ferientage

Rosenmontag und an den Brückentagen (Freitage nach Christi Himmelfahrt und Fronleichnam) bieten wir keine Betreuung an.

 

9. Pädagogische Aspekte

Die OGS der Weingartenschule am See hat mit Beginn des Schuljahres 2014/15 ein Viergruppensystem mit altershomogenen Gruppen eingeführt. Durch die großzügigen Räumlichkeiten, die der OGS zur Verfügung stehen, war es möglich, die Kinder in vier Gruppen einzuteilen, ihnen einen eigenen Raum zu geben, der von den Kindern selbst gestaltet wird und sie von einer festen Gruppenleitung während der gesamten Grundschulzeit begleiten. Es ist uns aber wichtig, den Kindern den Kontakt und das Spiel mit den Kindern aus allen Jahrgängen zu ermöglichen, um voneinander lernen zu können. Daher werden unsere AGs, Projekte und das tägliche Freispiel in altersheterogenen Gruppen angeboten und die Kinder können nach Absprache mit den Erziehern/innen die Gruppen wechseln.

Ziel des Viergruppensystems ist es, die individuelle Entwicklung der Kinder besser beobachten, miterleben und unterstützen zu können.

Im Vordergrund steht die möglichst genaue Beobachtung der Entwicklung der Kinder durch die Gruppenleitung, die den jeweiligen Jahrgang pädagogisch begleitet und somit einen konkreten Handlungsbedarf in Sachen Förderung schneller und effektiver erkennen und die nötigen Schritte(z.B. Gespräch mit Klassenlehrkräften, Eltern) einleiten kann.

 

10. Pädagogische Ziele und Schwerpunkte

10.1 Sozialkompetenz

Die soziale Erziehung hat einen großen Stellenwert in der OGS. In der OGS haben die Kinder die Chance, gegenseitige Rücksichtnahme, Verantwortung, Empathie und ein angemessenes Verhalten zu erfahren und einzuüben.

Die täglichen Besprechungen in der Gruppe, sowie die monatlichen Gespräche mit allen Kindern, bieten den Kindern die Möglichkeit zur eigenen Reflexion und andererseits ihre sozialen Kompetenzen zu erweitern. Durch Einhaltung von Gesprächsregel (zuhören, aussprechen lassen etc.). Die Kritikfähigkeit wird erlernt, indem sich Kinder selbst und untereinander bezgl. Ihres Verhaltens einschätzen. Das Vertrauen in die anderen und sich selbst wird gestärkt, weil alles gesagt werden darf, aber niemand lachen oder ärgern darf.

 

10.2 Hilfsbereitschaft

Jede Gruppenleitung beobachtet die Kinder und ermutigt stärkere Kinder, den Kindern zu helfen, die in bestimmten Bereichen Unterstützung benötigen. Beim Bauen, Basteln, Ausschneiden, Klettern etc.

 

10.3 Verantwortung

Die Kinder übernehmen Ordnungsdienste im Gruppenraum und helfen im Speiseraum. Auch hiermit soll ihre Selbst- und Sozialkompetenz gefördert werden. Durch die Reflektion in den täglichen Gruppengesprächen stellen die Kinder und die Gruppenleitung fest, was gut oder weniger gut geklappt hat.

 

10.4 Wertschätzung

Die Kinder sollen durch die verschiedenen Dienste lernen, die Materialien mit denen wir arbeiten wertzuschätzen. Aber auch die Arbeit der anderen Menschen soll wertgeschätzt werden( Reinigungskraft, Hausmeister oder die Kinder, die freiwillig helfen).

 

10.5 Gemeinschaft

Durch die festen Gruppen wird das Gruppengefühl in der Gruppe wesentlich gestärkt, aber durch die AGs in altersheterogenen Gruppen und das gruppenübergreifende Freispiel, stärken wir zusätzlich das Gemeinschaftsgefühl auch in der gesamten OGS (wir alle ein Teil des Ganzen).

Die wichtigsten Jahresfeste und Brauchtumsfeste(Weihnachten, Oster, Karneval, Einschulung, Entlassung der 4.Klässler) werden in den OGS Alltag integriert. Sie fließen in unsere Arbeit mit den Kindern ein (Dekoration, Speisen und Geschichten). Sie werden mit allen Kindern gemeinsam gefeiert. Ebenso wichtig ist es für uns alle Kinder für die Feste und Bräuche der anderen Religionen zu sensibilisieren und streben somit ein friedliches und von Akzeptanz geprägtes Miteinander an.

 

10.6 Geborgenheit/Sicherheit

Durch feste Strukturen und Konsequenz erfahren die Kinder Sicherheit in der OGS. Uns als Team ist die emotionale Nähe zu den Kindern sehr wichtig, da wir in der Vergangenheit erfahren haben, dass viele unserer Kinder einen großen Bedarf an Nähe und Geborgenheit haben. Die Kinder sollen die pädagogischen Mitarbeiter/innen als Respektperson sehen, aber gleichzeitig auch das Gefühl erlangen, ihrer Gruppenleitung als Art vertrautes Familienmitglied gegenüber treten zu können. Somit wird ein Kontakt zu den Kindern aufgebaut, der es ihnen ermöglicht, ihre Sorgen, ihre Freude, ihre Gefühle und Emotionen frei mitteilen zu können und damit ein Vertrauensverhältnis zu schaffen, das ihnen den Weg in das Erwachsenen Leben emotional erleichtert

 

10.7 Ernährung und Esskultur

An der Weingartenschule am See legen wir zwingend Wert darauf, dass alle Kinder am Warmen Mittagstisch teilnehmen, denn ein gesundes, ausgewogenes und abwechslungsreiches Essen ist wichtig für das Wohlbefinden und die Leistungsfähigkeit der Kinder. Außerdem bietet das gemeinsame Essen eine gesellige, soziale und wichtige Pause nach dem Unterricht. Weiterhin bietet es uns die Möglichkeit den Kindern Esskultur (Umgang mit dem Essbesteck, Tischmanieren etc.) näher zu bringen. Somit sind sie später in der Lage sich sozial und gesellschaftlich sicher zu bewegen. Auch hier sollen die Kinder untereinander Hilfestellung leisten und Verantwortung übernehmen.

 

10.8 Bewegung

Ein Schwerpunkt in unserer Einrichtung ist es, Freiräume für den kindlichen Bewegungsdrang zu schaffen. Mehr und mehr stellen wir fest, dass die Kinder durch den zunehmenden Konsum der medialen Spielwelten zu wenig Bewegung erfahren. Daher suchen wir, sofern es das Wetter zulässt das Außengelände auf. Hier stehen den Kindern ein Kletterturm, eine Steinlandschaft und Fahrgeräte zur Verfügung. Sie entscheiden selbst was und womit sie spielen möchten. Täglich bietet eine Mitarbeiterin eine Spielaktion an. Zusätzlich bieten wir viele AGs an, die dem Bewegungswunsch der Kinder Rechnung tragen.

 

10.9 Psychomotorik

Durch die Einbindung der Psychomotorik in den Schul- bzw. OGS-Alltag, möchten wir das Lernverhalten der Kinder über motorische Angebote stärken.

„Mit allen Sinnen lernen“- der Begriff Psychomotorik Charakterisiert die Einheit von Geist und Bewegung. Motorische, emotionale, soziale und erkennende Prozesse bedingen sich gegenseitig und nehmen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung eines Menschen. Das Zentrum für Psychomotorik und interdisziplinäre Frühförderung in Dortmund (ZPI) hat zusammen mit dem Caritasverband Dortmund e.V. ein Programm entwickelt, um Lehrkräfte und pädagogisches Fachpersonal auszubilden. An dieser auf zwei Jahre angelegten Fortbildung nimmt das Team der Weingarten OGS und drei Lehrkräfte seit Juni 2015 teil. Alle Mitarbeiter setzen die psychomotorische Förderung zu Beginn der Hausaufgabenbetreuung ein, außerdem wird es in den Bewegung AGs und in den Angeboten im Außenbereich eingesetzt.

 

10.10 Elternzusammenarbeit

Die Eltern der OGS Kinder durch Ihre gewählten Vertreter im OGS Bereich in die Arbeit eingebunden. Der Beirat berät regelmäßig über die Weiterentwicklung der OGS, Freizeitangebote oder die Evaluation. Zu Beginn eines Schuljahres gibt es einen Elternabend, bei dem die Elternvertreter gewählt werden.

 

11. Umsetzung, Begleitung, Reflexion der pädagogischen Ziele

– tägliche Gespräche mit den Kindern in der Gruppe

– monatliche Kinderversammlungen

– regelmäßige Teamsitzung einmal wöchentlich

– regelmäßiger Austausch mit der Schulleitung

– Teilnahme an den Dienstbesprechungen des Lehrerkollegiums

– Austausch mit den Klassenlehrern/innen bei Bedarf

– Evaluation mit Eltern und Kindern

– regelmäßige Gespräche mit dem Elternbeirat